Gerber Hans Haus

Das um 1700 im Fachwerkstil mit einer obervogtländischen Hochlaube und Mansarddach errichtet Gerber Hans Haus bietet dem Besucher interessante Einblicke in die Traditionen des vogtländischen Instrumentenbaues und -handels.

Den großen Stadtbrand von 1840 hat es – ebenso wie das Paulus-Schlössel- weitestgehend schadlos überstanden. Zur Besichtigung laden eine Zupfinstrumentenbauer-, eine Bogenmacher- und eine Holzblasinstrumentenmacherwerkstatt ein. In einer Schau- und Restaurationswerkstatt kann das Handwerk der Markneukirchner Instrumentenbauer mit allen Sinnen erlebbar gemacht werden. Wissbegierigen Besuchern werden sogar Einblicke in die Saiten- und Kolophoniumherstellung gewährt. Ein historisches und in liebevoller Kleinstarbeit rekonstruiertes Handelskontor gibt darüber Auskunft, welch logistische Meisterleistungen unsere Vorfahren erbrachten, um die Instrumente und deren umfangreiches Zubehör in die ganze Welt zu versenden.

Seit 2010 beherbergt das Gerber Hans Haus zwei Rieseninstrumente, die aus Anlass der 650-Jahr-Feier der Stadt Markneukirchen von Handwerksmeistern aus Markneukirchen und Umgebung hergestellt wurden: die größte spielbare Geige der Welt mit Bogen (Eintrag im Guinnessbuch der Weltrekorde) sowie eine Riesentuba.