Schwangerschaftsanzeige

Inhalte aus AMT24

Um die Schutzbestimmungen des Mutterschutzes in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie Ihren Arbeitgeber* mündlich oder schriftlich über Ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung informieren (Mitteilungspflicht).

Die Verantwortung für den Schutz werdender und stillender Mütter bei der Arbeit trägt der Arbeitgeber. Er hat die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass die werdende Mutter, das ungeborene Kind oder die stillende Mutter vor Gefahren für Leben und Gesundheit ausreichend geschützt sind.

Achtung! Die Schutzvorschriften gelten für Sie erst, nachdem Sie Ihren Arbeitgeber von der Schwangerschaft informiert haben!

Verlangt der Arbeitgeber ausdrücklich einen Nachweis des Arztes, muss er selbst die Kosten für diese Bescheinigung übernehmen, soweit sie nicht von der gesetzlichen Krankenkasse getragen werden.

Der Arbeitgeber darf die Mitteilung der werdenden Mutter Dritten gegenüber nicht unbefugt bekanntgeben.

Schwangerschaftsanzeige durch den Arbeitgeber

Durch Gesetz sind alle Arbeitgeber verpflichtet, den jeweils zuständigen Arbeitsschutzbehörden die Schwangerschaft anzuzeigen. So kann die Behörde überwachen, dass die mutterschutzrechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

*) Um verständlich zu bleiben, beschränken wir uns auf die verallgemeinernden Personenbezeichnungen, sie beziehen sich immer auf jedes Geschlecht – d. Red.

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Hinweis: Der Mutterschutz beginnt, sobald Sie schwanger sind. Er gilt bis nach der Entbindung und in der Stillzeit. Ihr Arbeitgeber kann Ihre Gesundheit und die Ihres Kindes allerdings erst dann wirkungsvoll mit den erforderlichen Schutzmaßnahmen schützen, wenn Sie ihm Ihre Schwangerschaft beziehungsweise Stillzeit mitteilen.

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. 14.01.2021